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Webdesign

Webflow vs Wordpress – Was ist das bessere CMS?

Tobias Weinärtner

Webdesign Basics - Aktualisiert am 03.01.2021

Was ist ein CMS?

Als CMS bezeichnet man ein „Content Management System“, also ein Programm zur Erstellung von digitalen Inhalten für Webseiten und andere Formen von Medien. Einfach gesagt, mit einem CMS erstellst du deine Homepage in einfachen Schritten. Eine Website erstellen kostenlos ist mit beiden möglich, doch es gibt erhebliche Unterschiede.

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Quelle: www.unsplash.com - Daniel Korpai

Was ist Webflow- was ist Wordpress?

Beide Programme sind CMS und erleichtern dir die Arbeit an digitalen Medien erheblich. Beide gehören zu den führenden Programmen zum Erstellen von Webseiten.

Wordpress ist dabei das ältere Programm. Im Jahr 2003 als Blog begonnen, hat es sich bis heute ganz schön weiter entwickelt. Schon fast 40% der Webseiten wurden mit Wordpress erstellt.

Webflow hingegen ist etwas jünger, doch ähnlich beliebt und bekannt. Es bietet ähnliche Funktionen wie Wordpress, jedoch muss man sich als Anfänger hier genauso einarbeiten und mit neuen Begriffen auseinandersetzen.

Ein kurzer Vergleich

Man muss kein Programmierer sein, um mit Wordpress zu arbeiten, denn es hat einen sogenannten Blockeditor. Das bedeutet, Inhalte können einfach in Blöcken hinzugefügt werden. Die Anordnung der Blöcke auf der Seite ermöglicht tolle Designs. Zum Lernen findest du zahlreiche Tutorials z. B. auf Youtube.

Wem das nicht gefällt, der hat die Möglichkeit, Plugins herunterzuladen und zu installieren. Viele davon sind kostenlos. So können Vorlagen angepasst werden oder du erstellst direkt dein eigenes Design von Grund auf. Der Standardeditor lässt sich durch einen anderen ersetzen, wenn dir das lieber ist. Der Elementor Wordpress ist ein „drag und drop system“ zum einfachen Bearbeiten deiner Seite.

Die Software ist kostenlos und schnell installiert. Allerdings muss für die Domain bezahlt werden und einige Premium Plugins sind auch nicht kostenlos zu bekommen. Dem entgegen stehen allerdings auch über 57.000 kostenlose Plugins und viele Themen zu deiner freien Verfügung. Die Gesamtkosten lassen sich gering halten und das Erstellen eines Shops ist mit diesem Website Editor ohne Zusatzkosten möglich.

Webflow besitzt keinen Plugin Store, bietet allerdings vorweg schon viele Elemente, die bei Wordpress durch Plugins ersetzt werden müssen. Erweiterungen sind hier dennoch durch viele ,,no-code“ Anbeter meist mit einfachem einbetten von Custom Code möglich.

Die Bearbeitung und auch die Verwaltung sind sehr übersichtlich gestaltet, sodass dies nach dem Erlernen einfach funktioniert. Webflow University ist extra zum Erlernen von Webflow und sämtlichen Funktionen gemacht.

Eine Auswahl verschiedener Designvorlagen erleichtert das Arbeiten und learning by doing erweitert die Webflow Erfahrungen. Als Anfänger könnten die vielen Möglichkeiten dich eventuell ein wenig überfordern. Die Webflow Templates sind zahlreich und vielseitig einsetzbar. Mit wenig Investition kannst du so beeindruckende und moderne Websites erstellen, da sich die Templates ganz einfach und komplett individuell anpassen lassen.

Bei Webflow stehen Entwicklung und Design im Vordergrund, aber auch Funktionen für SEO-Optimierung sind sehr einfach zu managen. Möchtest du einen modernen Blog erstellen, deine Business Website oder eine zeitgemäße Startup Seite entwickeln bist du mit Webflow bestens beraten.

Die kostenlose Version von Webflow ist eine eingeschränkte Version. Ein unübersichtliches Kostensystem in eingeteilt in „Site Plans“ und „Commerce Plans“. Diese sind wiederum eingeteilt in verschiedene Pakete, die mehr Funktionen und Möglichkeiten freischalten, je mehr sie kosten.

Gegenüberstellung Webflow vs Wordpress

Online Business aufbauen - Vergleichstabelle mit Webflow vs. Wordpress Fakten.
Quelle: TW digital - Webflow vs. WordPress

Fazit

Einen glasklaren Gewinner in diesem Vergleich gibt es nicht, da beide Webdesign Tools ihre jeweiligen Vorteile bieten. Wordpress bietet gerade mit seinen unzähligen Plugins Anfängern einfache Möglichkeiten Webseiten zu erstellen. Erfahrene Developer und Designer sehen diese Eigenschaft aber oftmals auch als kritisch an, da jeder Plugins erstellen kann und diese oft zu Sicherheitslücken führen können.

Webflow hingegen ist ein Tool, das in erster Hinsicht Designern ermöglichen soll, ohne Code zu schreiben, ein Design zu verwirklichen. Dabei unterstütz es von vornherein viele Elemente, bei denen im Wordpress CMS Plugins verwendet werden müssen.

Für Personen, die einfach einen Blog starten möchten, ist Wordpress eine gute Lösung. Professionellere sehr kreative Websites lassen allerdings besser mit Webflow erstellen.

Tobias Weinärtner

Tobias begeistert sich seit 6 Jahren fürs Online Marketing und hat bereits
neben dem International Marketing Studium selbständig mittelständische
Unternehmen beraten.